Technisches SEO & Umbau

Shopify URL-Weiterleitung erstellen: Lass alte Links nicht ins Leere laufen

Du benennst Produkte um, räumst Kollektionen auf oder wechselst die Struktur – und plötzlich landet jemand auf einer 404. Für Google ist das unsauber. Für Käufer ist es ein Abbruch.

Kurzantwort

In Shopify kannst du URL-Weiterleitungen (Redirects) anlegen, damit alte oder gelöschte URLs sauber auf neue Ziele führen. Das lohnt sich immer dann, wenn du Seiten verschiebst, Produkte entfernst oder URLs änderst – und irgendwo da draußen noch Links auf die alte Adresse zeigen.

1) Wann du eine Weiterleitung brauchst

Setze eine Weiterleitung, wenn:

  • ein Produkt gelöscht wurde und es eine passende Alternative gibt.
  • du eine Seite umbenennst oder der Handle sich ändert.
  • du Kollektionen neu strukturierst.
  • ein alter Ratgeber auf eine neue URL umzieht.
  • du von außen Traffic bekommst (Pinterest, Blog, Partnerlinks) und nichts ins Leere laufen soll.

Keine Weiterleitung brauchst du, wenn die alte URL weiterhin normal funktioniert.

2) So legst du Redirects in Shopify an

  1. Öffne im Shopify-Admin den Bereich für Navigation/Links und dort die URL-Weiterleitungen.
  2. Lege eine neue Weiterleitung an: von der alten URL, zu dem neuen Ziel.
  3. Teste danach die alte URL im Inkognito-Fenster (oder auf dem Handy), um sicherzugehen, dass du wirklich am richtigen Ziel landest.

Wenn du viele Änderungen machst, arbeite mit einer Liste: erst alle alten URLs sammeln, dann passende Ziele bestimmen, danach erst in Shopify anlegen. So vermeidest du „schnell schnell“ und am Ende 20 Redirects auf die Startseite.

Ein Redirect ist unsichtbar – aber er rettet Vertrauen

Für einen Käufer fühlt sich eine 404 nicht nach „Technik“ an, sondern nach „hier ist was kaputt“. Redirects sind das kleine Detail, das den Shop seriös wirken lässt.

Shopify (sauber) aufsetzen

3) Wichtige Grenzen (damit du nicht ewig suchst)

Shopify weist darauf hin, dass URL-Weiterleitungen nur greifen, wenn die alte URL „kaputt“ ist – also keine gültige Seite mehr lädt. Wenn die alte URL weiterhin eine Seite ausliefert, kann der Redirect nicht einfach darübergelegt werden.

Außerdem gibt es reservierte Pfade und feste Shopify-URL-Muster, die nicht umgeleitet werden können. Und: 301-Redirects können von Browsern und Suchmaschinen gecacht werden – Änderungen wirken deshalb manchmal nicht sofort überall.

4) Gute Redirect-Ziele (damit der Klick nicht verschwendet ist)

Leite nicht alles auf die Startseite. Das wirkt wie „ist mir egal“. Besser ist ein Ziel, das die ursprüngliche Absicht respektiert:

  • Altes Produkt → ähnliches Produkt (oder die passendste Kollektion).
  • Alte Kollektion → neue, eng verwandte Kollektion.
  • Alter Ratgeber → aktualisierte Version (oder ein Guide mit gleicher Frage).
  • Ausverkauft/End-of-life → Nachfolger + Hinweis, warum der alte Artikel weg ist.

5) Typische Fehler

  • Redirects erst Wochen nach dem Umbau setzen (der Schaden passiert direkt).
  • alles pauschal auf die Startseite leiten.
  • neue Ziele wählen, die selbst wieder umleiten oder Fehler liefern.
  • nach dem Anlegen nicht testen (gerade mobil).

Offizielle Quellen

Nächster Schritt

Mach einen Mini-SEO-Notfallplan für Umbauten: Liste aller geänderten URLs → passende Ziele → Redirects anlegen → danach einmal quer testen. Das kostet 20 Minuten und spart dir Wochen an „Warum kommen weniger Verkäufe?“