Viele neue Shops bauen ihr Menü entweder zu leer oder zu voll. Nur „Home“ und „Katalog“ hilft kaum. Zwölf Punkte im Header helfen auch nicht. Käufer brauchen keine Verwaltung, sondern Orientierung.
Kurzantwort
Shopify-Shops haben standardmäßig ein Hauptmenü und ein Footer-Menü. Menüs bearbeitest du im Admin unter Content > Menus. Dort kannst du Menülinks zu Produkten, Kollektionen, Seiten, Blogbeiträgen, Kundenkonto-Seiten oder externen URLs anlegen. Entscheidend ist aber nicht nur der Link, sondern die Reihenfolge und Sprache.
Menü-Regel für kleine Shops
Wenn ein Besucher dein Sortiment in zehn Sekunden nicht einordnen kann, ist das Menü zu vage. Wenn er nach zehn Punkten müde wird, ist es zu voll.
Shopify mit klarer Navigation testen1) Was ins Hauptmenü gehört
Das Hauptmenü sollte die wichtigsten Kaufwege zeigen. Nicht jede Unterseite. Nicht jede Idee. Nur die Wege, die Käufer wirklich brauchen.
- wichtigste Produktkollektionen
- Bestseller, Neuheiten oder Sale, wenn diese Bereiche gepflegt sind
- Beratung oder FAQ, wenn das Produkt erklärungsbedürftig ist
- Über uns, wenn Herkunft, Handwerk oder Marke Vertrauen schaffen
- Kontakt oder Hilfe, wenn Käufer vor dem Kauf häufig fragen
Versand, Retoure, Impressum, Datenschutz und ähnliche Sicherheitsseiten gehören meist besser in den Footer. Dafür gibt es den eigenen Guide: Shopify Footer-Menü anpassen.
2) Drei einfache Menü-Strukturen
Produkte, Geschenkideen, Über uns, FAQ, Kontakt. Wenig erklären, schnell führen.
Shop, Kategorien, Neuheiten, Bestseller, Hilfe. Kategorien nicht kreativ benennen, sondern verständlich.
Shop, Für wen?, Größen/Guide, Bewertungen, FAQ, Kontakt. Zweifel früher abfangen.
3) Dropdowns nur, wenn sie Ordnung schaffen
Shopify beschreibt Dropdown-Menüs als Möglichkeit, Produkte, Kollektionen oder Seiten zu gruppieren. Das ist nützlich, wenn du echte Sortimentstiefe hast. Für fünf Produkte ist ein Dropdown meistens nur ein Umweg.
Wenn du Dropdowns nutzt, bleib flach: ein klarer Oberpunkt, darunter wenige sinnvolle Unterpunkte. Zu viele Ebenen fühlen sich mobil schnell wie ein Labyrinth an.
4) Kundensprache statt Admin-Sprache
Menüpunkte müssen nicht originell sein. Sie müssen sofort verstanden werden. „Pflege“ ist besser als „Care Lab“, wenn niemand weiß, was dort liegt. „Geschenkideen“ ist besser als „Curated Moments“, wenn Menschen wirklich Geschenke suchen.
Ein guter Test: Lies nur die Menüpunkte, ohne Produktbilder. Versteht man trotzdem, was der Shop verkauft?
5) Mobile Navigation zuerst prüfen
Auf dem Desktop wirkt fast jedes Menü ordentlicher als auf dem Handy. Prüfe deshalb nach jeder Änderung:
- Sind die wichtigsten Kategorien ohne langes Scrollen erreichbar?
- Sind die Bezeichnungen kurz genug?
- Öffnen Dropdowns sauber und schließen wieder?
- Ist die Suche leicht auffindbar?
- Kommt man von Unterseiten wieder in sinnvolle Kategorien zurück?
Wenn die erste mobile Ebene schon voll ist, ist die Struktur noch nicht fertig.
6) Typische Fehler
- zu viele Top-Level-Punkte
- Kategorien ohne Produkte oder mit schwacher erster Reihe
- Links auf leere Seiten
- interne Begriffe, die kein Käufer benutzt
- Dropdowns, die im Theme anders aussehen als erwartet
- Footer-Links im Header erzwingen, obwohl sie dort Kaufwege stören
Offizielle Quellen
- Shopify Help Center: Understanding menus
- Shopify Help Center: Set up drop-down menus
- Shopify Help Center: Manual collections
Nächster Schritt
Schreibe die drei wichtigsten Kaufwege deines Shops auf. Baue daraus dein Hauptmenü. Danach prüfst du mobil, ob ein fremder Käufer in wenigen Sekunden die passende Kategorie findet.